Sonntag, 18. Mai 2014

Man muss nicht alles glauben...

In den letzten Tagen hatte ich einige recht mutige Beiträge zur sogenannten „Gleichschaltung der Medien“ in meinem Google+ Profil verlinkt.
So das Interview mit der Fernsehjournalistin und Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz
in dem sie überaus deutlich die Praxis der Berichterstattung über die Krise in der Ukraine entlarvt.

Oder zum gleichen Thema das Statement der Vorsitzenden des Wiener Akademikerbundes, der Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki zur Berichterstattung der westlichen Medien über das Verhältnis zu Russland.

Interessant ist auch die Tatsache, dass über die kritischen Äusserungen der beiden Altkanzler Helmut Schmidt und Gerhard Schröter recht wenig berichtet wird. Auch eine Meinungsbildung dazu in der SPD selbst, sei offensichtlich gegenwärtig nicht erwünscht...

Eine weitere sehr interessante Web-Seite möchte ich hiermit hinzufügen. Wer Lust hat, kann ja einmal in die Nachdenkseiten schauen. Bemerkenswert sind für mich auch die Autoren dieser Seite, die teils langjährige Mitglieder des Bundestages waren. So etwas von derzeitigen Mitgliedern des Bundestages zu lesen, könnte wohl leicht als "Nestbeschmutzung" ausgelegt werden. Doch wenn nicht über die Wahrheit, worüber wird dann debattiert? Doch was für wen Wahrheit in diesem politischen Wirrwarr der Meinungen ist, das muss wohl jeder selbst herausfinden. Am besten wird man wohl klar kommen, wenn man sich von den Interessen der entsprechenden politischen Akteure leiten lässt. Doch auch diese sind nicht ganz leicht herauszufinden....

Der Beitrag über den aktuellen US-Drohnenkrieg jedoch hat mich am meisten berührt.
Das passt offensichtlich nicht in das Gut-Böse-Schema der aktuellen Berichterstattung. Da werden Menschen mit Drohnenangriffen regelrecht hingerichtet, ohne irgendeinen demokratischen, rechtsstaatlichen Prozess. Hin und wieder wird zwar berichtet, dass es in Afghanistan und Pakistan so etwas gegeben hätte, doch die tatsächliche Dimension von tausenden solcher Angriffe erschreckt schon deutlich. Von den sogenannten Kollateralschäden nicht einmal zu sprechen.

Für mich war besonders interessant, dass der junge Mann im Beitrag, obwohl er stets weit weg war vom unmittelbaren Geschehen, doch von seiner Schuld, seiner Last, eingeholt wurde. Auf der seelischen Ebene, die hier „gesprochen“ hat, gibt es keine Entfernungen. Jeder hat die Schuld eines Tages auszugleichen, die er eingegangen ist...in welchem Auftrag auch immer...

Auch hat mich erschreckt, das alle US-Drohneneinsätze von Ramstein/Deutschland aus gesteuert werden. Und da hatten unsere Väter und Grossväter nach Beendigung des 2. Weltkrieges geschworen, dass von deutschem Boden nie wieder Gewalt und Krieg ausgehen dürfe...

Da kann man doch nicht still sitzen. Da muss man doch etwas tun. Zugegeben, die Möglichkeiten sind für den Einzelnen nicht allzu groß. Doch stehen immerhin Wahlen vor der Tür. Da könnte man sich doch informieren, welche Partei oder Parteiengruppe, sich konsequent gegen militärische Einsätze, gegen jeglichen Krieg wendet? Für mich ist das mittlerweile der wichtigste Grund bei der Entscheidung, wem ich meine Stimme gebe,

Denkt doch auch einmal drüber nach.

Nun wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntagabend und eine interessante Woche mit vielen Erkenntnissen.

Euer Hans

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