Sonntag, 1. Juni 2014

Kinder mit Visionen

Immer, wenn Kinder oder Jugendliche in meine Praxis kommen frage ich sie, welchen Beruf sie später einmal ergreifen wollen. Es ist sehr interessant, solche Visionen zu erfahren.

Das Spektrum der Antworten ist sehr breit gefächert. Viele junge Leute haben über eine solche Frage überhaupt noch nicht nachgedacht. Sie lassen sich treiben, wie ein Papierschiffchen im Wasser. Offensichtlich gab es aus ihrem häuslichen, schulischen oder sonstigem sozialen Umfeld auch keine Anregungen zu einer entsprechenden Meinungsbildung. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Motivation, bestimmten Zielen zu folgen. Die Lernarbeit in der Schule erscheint dann als Selbstzweck und entsprechende Hobbys werden oft zum einfachen Zeitvertreib.

Häufig kommt es jedoch auch vor, dass junge Leute bestimmte Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft entwickeln, diese jedoch immer wieder einmal korrigieren. Das ist in meinen Augen auch normal. Der Gesichtskreis weitet sich, es werden neue Erfahrungen gesammelt. Vielleicht kommen durch entsprechende Praktika, Arbeit in den Ferien oder sonstige Anregungen neue Eindrücke hinzu. Man schwimmt sozusagen auf einer Welle verschiedener Wünsche und Visionen. So etwas dürfte sich sehr entwicklungsfördernd auswirken.

Gestern jedoch durfte ich ein ganz besonderes Beispiel kindlicher Vorstellung erleben. Ein sechsjähriger Junge antwortete mir auf die Frage nach seinem Berufswunsch mit der Auskunft, er wolle Wissenschaftler werden. Und er wusste auch schon, was er erfinden wolle, nämlich eine Zeitmaschine. Mit dieser Maschine sollte man in der Zeit zurückreisen können bis zu den Dinosaurieren...

Nun mag man vielleicht lächeln über eine solche Antwort, man kann aber auch vor Erstaunen verharren.
Hat dieser Junge vielleicht einmal von einer Astralreise geträumt? Hat er dann diesen Traum mit in seine irdische Wirklichkeit genommen? Auf solchen Wegen kommen ja bekanntlich auch die Schamanen zu bestimmten Wahrheiten, die sie dann in entsprechenden Ritualen umzusetzen verstehen.

Wie es auch immer gewesen sein mag. Einem solchen Jungen braucht man nicht zu erklären, dass er in der Schule gut lernen müsse. Wissenschaft hängt ja bekanntlich mit Wissen zusammen. Und die Schule sollte schon eine wichtige Etappe sein können, Wissen zu erwerben.

In diesem Jahr kommt dieser genannte Junge in die Schule. Er freut sich schon darauf, endlich Lesen zu lernen. Das erste Buch, welches er lesen möchte, kennt er auch schon. Es trägt den Titel: „Das Tagebuch der Anne Frank“

Die Eltern hatten einmal von Anne Frank erzählt. Das hat diesen Jungen so stark beeindruckt, das er sich sehnlich wünscht, das Buch selbst zu lesen. Doch das Lesen muss er eben in der Schule erst noch lernen...

Durch solche Beispiele wird vielleicht auch mancher Erwachsene dazu angeregt werden, über eigene Visionen einmal nachzudenken: Was möchte ich erreichen in den nächsten Monaten und Jahren? Worin besteht meine Lebensaufgabe? Kann ich meinen Lebensinhalt zum Guten vervollkommnen? Was sollte ich diesbezüglich in Angriff nehmen? Wer könnte mich dabei unterstützen?

Vor allem sollte man wohl eigene Vorstellungen entwickeln, wie man möglichst viel Gutes tun kann in dieser Welt der Widersprüche, in der wir jetzt leben. Denn das Gute wie auch das Schlechte, was es auch immer sei, wird man mitnehmen, wenn man einst seinen physischen Körper verlassen muss. Es entscheidet darüber, was uns begegnen wird auf dem weiteren Weg der Entwicklung unserer Seele.

Wer dazu etwas ansehen möchte, dem kann ich einen interessanten Spielfilm empfehlen: „Astral City – unser Heim“. Es geht darin um eine Reise des Arztes Dr. Andrè Luis in die astrale Welt, in der er sich nach seinem körperlichen Tod wiederfindet. Es wird in diesem Film die Vision zahlreicher Seher aufgegriffen, die davon ausgeht, dass auf der Seelenreise sogenannter verstorbener Menschen, noch viele Verbindungen zum letzten irdischen Leben wie auch zu zahlreichen Angehörigen in der diesseitigen wie auch der jenseitigen Welt bestehen. Und vor allem wird deutlich, dass das Lernen weitergeht...

Zu diesem Themenkreis kann ich auch ein recht aufschlussreiches Buch des bekannten Mediums Beatrice Brunner empfehlen. Der Titel lautet: „Was uns erwartet“.

Alles das hat mit Visionen zu tun und wohin sie uns führen können, die Kinder, wie auch die Erwachsenen. Doch selbst wer sich so etwas überhaupt nicht vorstellen mag oder nicht vorstellen kann, wird vielleicht angeregt werden, einmal darüber nachzudenken, durch welche Visionen er selbst geführt wird.

Nun wünsche ich Euch noch recht hilfreiche Inspirationen zu diesem sicherlich unerschöpflichen Thema und eine gute Woche.

Euer Hans

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