Dennoch lohnt es, sich auch eigenen Gedanken dazu zu machen, vor allem wenn man diese Leichtigkeit in Bezug zur eigenen Befindlichkeit betrachtet. So ist es doch ein Ausdruck von Wohlbefinden, wenn „etwas leicht von der Hand geht“ oder wenn man sich leicht fühlt. In diesem Sinne ist die Leichtigkeit durchaus etwas Erstrebenswertes.
Dabei ist die Leichtigkeit jedoch auch immer sehr relativ definiert. Was für den einen leicht ist, kann für einen anderen sehr schwer oder ganz unmöglich sein. Deshalb nutzt es wenig, sein eigenes Leichtigkeitsgefühl mit dem anderer Menschen direkt zu vergleichen. Jeder Mensch ist anders, hat eigene Lernaufgaben in diesem Leben zu erfüllen. Deshalb ist das mit der Vergleichbarkeit so eine Sache. Jeder muss letztlich seine eigene Leichtigkeit finden.
Sich selbst anzunehmen, so wie man ist, das ist ganz offensichtlich die Voraussetzung, um auf einem solchen Leichtigkeitsweg voranzukommen. Erst wer sich selbst akzeptieren kann, wird auch kleine Leichtigkeiten in der Veränderung seiner Befindlichkeit positiv wahrnehmen können.
Das beginnt bereits mit den Gedanken. Wer sich selbst ständig bedauert, wird eher Schwermut und Unzufriedenheit empfinden, wird den Weg zur Leichtigkeit nicht finden können. Also sollte man beginnen, seine Gedanken zu verändern. Doch Gedanken sind „verdichteter Geist“. Wer also seine Gedanken selbst verstehen möchte, sollte auch danach fragen „wess´ Geistes Kind“ man ist oder sein möchte. Welche geistigen Kräfte haben Einfluss auf mein Leben? Mit welchen geistigen Wesen gehe ich in Resonanz? Sind es geistige Kräfte, die das Licht und die Liebe verkörpern? Oder sind es Geistwesen, die durch Habgier, Neid, Hass, Missgunst und ähnliche Phänomene geprägt sind?
So theoretisch ist das alles nicht. Wer kennt ihn nicht den Werbeslogan „Geiz ist geil!“. Man wird dadurch aufgefordert, immer den günstigsten Schnäppchen hinterherzujagen mit dem Ziel, mehr zu bekommen, als man bereit ist zu geben. Ist es schwer dabei die Gier zu erkennen? Das jedoch ist eine Eigenschaft, die eher den finsteren geistigen Mächten zuzuordnen ist... Und man muss aufpassen, wenn man ihnen durch eigenes Verhalten nicht Tür und Tor öffnen möchte mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen.
Wie anders wirkt hingegen solch eine Aussage: „Nicht derjenige ist der Glücklichere, der am meisten hat, sondern derjenige, der am wenigsten braucht...“ Viel zu haben ist doch oft auch mit einer Last verbunden und mit der Angst, es wieder verlieren zu können. Mit weniger zurechtzukommen, symbolisiert doch eher die Leichtigkeit. Nicht umsonst spricht man ja auch von Lebenskünstlern... Sie gehen leicht durchs Leben und kommen mit ihrem Schicksal zurecht.
Alles das hat dann auch Einfluss auf die eigenen Gedanken und diese Gedanken steuern die eigene Befindlichkeit... die zur Schwere oder zur Leichtigkeit hinführt.
Wir sind also in hohem Maße unseres Glückes Schmied, weil wir selbst entscheiden können, durch welche geistigen Kräfte und letztlich auch durch welche Gedanken wir uns führen lassen.
„Nimm´s leicht“ ist also nicht nur ein Wort des Trostes in schwerer Zeit, sondern sollte zunehmend zu einem Lebensprogramm werden, dem zu folgen sich lohnt.
Ganz in diesem Sinne wünsche ich Dir alles erdenklich Gute.
Und viel Erfolg auf Deinem Weg zur Leichtigkeit.
Euer Hans
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen