Nein, nicht schon wieder an die Ukraine denken. Heute wollen wir wieder einmal vor unserer eigenen Türe kehren.
Als ich heute morgen die Ostthüriger Zeitung aufgeschlagen habe, fiel mir sogleich der große Aufmacher auf der Titelseite ins Auge: " Armin" schützt Thüringer und Sachsen.
Nun war ich schon gespannt darauf, wer denn nun dieser ARMIN sei und wen er wogegen schützen soll... Beim Weiterlesen habe ich dann erfahren, dass es um eine Initiative geht, die Patienten in Thüringen und Sachsen vor unerwünschten Folgen der Einnahme von ärztlich verordneten Medikamenten schützen soll. Und ich erfuhr, dass sich hinter dem Namen ARMIN eine gewisse "Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen" verbirgt, ein Modellprojekt welches möglicherweise künftig auf ganz Deutschland ausgedehnt werden soll...
Nicht aber dass jemand auf die Idee käme, eine solche Initiative würde sich dafür einsetzen, den Medikamentenmissbrauch zu verringern und über die Heilwirkung naturheilkundlicher Medikamente und Verfahren aufzuklären. Weit gefehlt. Es geht auch nicht um Heilung von Patienten, sondern um die möglichst günstige „Einstellung“ mit chemisch definierten Pharmazeutika... Würde der Patient geheilt, brauchte er ja keine Tabletten mehr einzunehmen. Das ist aber nun auch wieder nicht gewollt... Wo bliebe dann der Verdienst von Ärzten, Apothekern und der hinter ihnen und durch sie agierenden Industrie?
Deshalb haben sich Ärzte- und Apothekerorganisationen sowie die AOK plus darauf verständigt, Einsparungen dadurch zu erwirtschaften, dass der Arzt nach einem ihm zur Verfügung gestellten Katalog, nur noch den Wirkstoff verschreibt und der Apotheker, abhängig von bestehenden Rabattverträgen, das jeweils billigste Medikament mit diesem Wirkstoff abgibt...
Wo ist aber dann der Schutz des Patienten? Medikamente mit gleichem Wirkstoff unterscheiden sich doch, je nach Produzent, recht erheblich durch die enthaltenen Hilfsstoffe. Der Apotheker mag zwar das Medikament kennen, nicht jedoch den Patienten. Allergische Reaktionen oder andere Medikamentenunverträglichkeiten können nicht im Katalog des Apothekers verzeichnet sein, weil sie ganz einfach patientenabhängig sind.
In der Praxis sind mir schon zahlreiche Patienten begegnet, die das eine Medikament gut vertragen haben, ein anderes mit gleichem Wirkstoff jedoch überhaupt nicht.
Dieses Problem kann ARMIN nicht lösen. Also kann diese Initiative auch keine Patienten schützen. Schon deshalb erscheint diese Initiative eher als ein Marketinginstrument der beteiligten Organisationen, auf Kosten gutgläubiger Patienten...
Ich kann nur empfehlen, dass immer mehr Patienten auf ihre innere Stimme hören, und sich durch Veränderung ihrer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten auf einen Weg der Heilung begeben sollten. Das mag zwar kurzfristig mühsamer sein, als Tabletten zu schlucken. Langfristig jedoch wird in vielen Fällen eine Reduzierung chemisch definierter Medikamente und sogar Heilung möglich werden.
In meiner praktischen Arbeit habe ich schon viele solcher Fälle erleben dürfen und unterstütze mit meinen Möglichkeiten des geistigen Heilens derartige Wünsche und Bestrebungen zum Wohle meiner Patienten.
Wer also Heilung anstrebt, sollte für sich selbst Verantwortung übernehmen. Wenn diese Eigenverantwortung durch Ärzte oder andere Therapeuten unterstützt werden kann, um so besser. Wer jedoch alles macht und alles schluckt, was ihm gesagt wird, der wird oft sehr schnell merken, dass sich die eigenen Selbstheilungskräfte zurückziehen und ohne die ist überhaupt keine Heilung möglich...
Ganz in diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieser Zeilen, dass Ihr Euren eigenen Weg der Heilung finden könnt und dabei Leuten begegnet, die Euch dabei unterstützen und verstehen.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Euer Hans
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