Doch was nicht aufgeklärt ist, kann auch jederzeit nach dem gleichen „Drehbuch“ wiederholt werden. Schließlich sollen ja im Mai in der Ukraine Wahlen stattfinden. Da wäre es doch ein Leichtes, auf ähnliche Art in den östlichen pro russischen Landesteilen erneut „unter falscher Flagge“ heftige Stimmungen gegen wen auch immer zu provozieren.
Ich sage das nur, weil derzeit in der NATO allzusehr mit dem Säbel gerasselt wird und eine ganze Reihe von Drohgebärden gegenüber Russland aufgebaut werden. Warum sollte die NATO eigentlich im Krim-Konflikt irgendwelche Präsenz zeigen, wie es Frau von der Leyen erklärt hat? Ist ihr da vielleicht versehentlich etwas herausgerutscht, wozu schon fleissig Planspiele durchgeführt werden? Weder die Ukraine noch die Krim sind doch Mitglieder der NATO, wodurch sich auch ein sogenannter Bündnisfall erübrigen würde.
Russland soll nun „bestraft“ werden, indem aus dem G8-Gipfel ein G7-Gipfel gemacht wurde. Allein der gesunde Menschenverstand sagt ja schon, dass man mit 8 teilnehmenden Staaten mehr besprechen kann, als mit 7 Teilnehmern. Eine Weltmacht, die USA, gruppieren ihre Gefolgschaft um sich herum und versuchen ihre politischen Ziele durchzusetzen. Wenn jedoch eine andere Weltmacht wie Russland ignoriert wird, können auch die Ergebnisse solcher Treffen nur recht einseitig sein und tragen zu keinem Interessenausgleich bei.
Das mag alles große Weltpolitik sein und der einzelne Leser wird das ohnehin nicht ändern können. Doch ein Bild sollte man sich schon machen, was um einen herum geschieht. Als Informationsquelle dazu reichen die relativ gleichgeschalteten deutschen Medien nicht aus. Sobald sich ein höherer Politiker in irgendeiner Weise äußert, kann man das sogleich in allen Zeitungen lesen. Die Zusammenhänge, die historischen Hintergründe und auch die Fakten werden meist hinter bestimmten Interessenlagen verborgen.
Ich selbst nutze gerne die Informationen solcher Querdenker wie Peter Scholl-Latour, Christoph Hörstel, Dirk Müller, Jürgen Elsässer u.a. Man wird dadurch nicht nur zum Informationsempfänger, sondern wird zum eigenen Denken angeregt. So lohnt es sich durchaus auch in russische deutschsprachige Quellen reinzuschauen (Radio Stimme Russlands, Ria Novosti) Die machen gar keinen so verhetzten Eindruck, wie sie in Deutschland oft dargestellt werden. Auch darüber kann man sich sein eigenes Bild machen.
Und wenn man sich seine eigene Meinung zu den Ereignissen, zu welchen auch immer, gebildet hat, dann kann man diese Meinung mit dem Agieren politischer Parteien oder Organisationen vergleichen. Man wird dann schnell wahrnehmen, dass man nicht mehr jeder Fahne, die einem hingehalten wird, hinterherlaufen muss...
So erfolgt eine politische Meinungsbildung nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen, letztlich in uns selbst. Nur wenn man Übereinstimmung finden kann, wird man entsprechend aktiv werden können, im Denken und im Handeln als mündiger Bürger unseres Landes.
Möge das allen Lesern dieser Zeilen immer besser gelingen.
Liebe Grüße und alle guten Wünsche
Euer Hans
Zum 90. Geburtstag hat Peter Scholl-Latur ein Interview gegeben und gesagt.
AntwortenLöschenWir leben im Zeitalter der Massenverblödung.
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