Gerade kommen wir aus unserem
Frühlingsurlaub aus der Wachau an der Donau zurück. Haben die
erwachende Natur begrüßt, sind gewandert, Fahrrad gefahren, haben
schöne Ausblicke genossen, haben in Wallfahrtskirchen gebetet und
meditiert. Ein rundum erholsamer Urlaub eben, bei dem man viel Kraft
tanken konnte für den Alltag.
Da springt mir doch gleich eine
Schlagzeile entgegen aus der Ostthüringer Zeitung. „Rekord am
Rennsteig“ wird stolz gemeldet. Da hat doch glatt jemand die 170
Rennsteigkilometer in fünf aufeinanderfolgenden Tagesetappen in nur
12 Stunden 40 Minuten und 44 Sekunden zurückgelegt. Und das „größte“
- es war eine Rekordzeit, 4 Minuten! schneller als ein Engländer im
letzten August...
Da musste ich erst einmal tief
durchatmen. Ich frage mich: Warum machen Leute das? Warum setzen sie
sich und ihren Körper einem solchen Stress aus? Nur um der Beste,
der Schnellste zu sein? Was macht das für einen Sinn? Was sagen die
Gelenke eines solchen Läufers zu einer derartigen Anstrengung? Ab
welchem Lebensalter wird er unter Arthrose und Rückenschmerzen
leiden? Und das alles nur, um das eigene EGO zu befriedigen?
Doch das ist ja nicht nur bei einem
solchen Wettbewerb der Fall. Wohin wir auch schauen, immer mehr
Erfolgsstreben, Egogefühle, Gier und Neid greifen um sich mit allen
verheerenden Folgen.
In der Wirtschaft geht es nur noch um
Wachstum, koste was es wolle. Wer nicht wächst geht angeblich unter,
verliert seine Märkte, wird irgendwann aufgekauft... Mit den
Produktionsergebnissen des Vorjahres ist offensichtlich in diesem
Jahr kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Warum eigentlich nicht? Könnte
es sich dabei nicht um einen Systemfehler handeln?
Doch wer spricht ihn an? Und wer ist in
der Lage, ihn zu verändern? Der Wahlkampf zur bevorstehenden
Bundestagswahl, wird wohl keine Antwort darauf geben.
Nun könnte man ja sagen: "Lass die
Politik mal machen. Das ist nicht meins..." Doch schaut Euch um, wie
viele Leute in Eurer unmittelbaren Umgebung befinden sich auch in so
einem Hamsterrad? Ihr selbst vielleicht auch? Hektik und Stress, wohin man schaut.
Mit Harmonie und Gesundheit hat das nichts zu tun...
Und wer nicht mehr klarkommt, schluckt
eben Tabletten... Tragisch ist es, dass das bereits bei den Kindern
im Schulalltag beginnt. Wer nicht stillsitzen kann wird oft mit
Tranquillizern ruhig gestellt (ADHS). Bei Studenten setzt sich das
fort. Um sich auf das nächste Examen vorzubereiten, werden oft
Medikamente eingenommen. Das geht weiter bei zahlreichen
Führungskräften, die dem ständigen Druck einfach nicht mehr
gewachsen sind und dann halt auch schlucken... Das moderne burnout
eben.
Doch all das werden schwache und kranke
Menschen, wenn sie es nicht schon sind. Sie sind empfänglich und oft schon besetzt von belastenden
geistigen Wesenheiten und verirrten energiearmen körperlosen Seelen.
Wer das nicht erkennt und nicht rechtzeitig die Notbremse zieht für
sich selbst, der kommt immer stärker in eine Abwärtsspirale hinein.
Das ist nichts wirklich Gutes...
Dabei stehen uns alle Wege offen,
unsere innere Ruhe und Gelassenheit zu finden. Das ist die wirkliche
Stärke, die wir brauchen. Dann kann man auch diese oder jene
hektische Situation im Alltag besser einordnen und ertragen.
Jetzt kommen die wärmeren Tage. Ich
empfehle, täglich mindestens eine Stunde in der freien Natur zu
wandern oder zu spazieren, dort auch einmal innezuhalten, einige Minuten zu meditieren oder ein Gebet zu sprechen. Beobachten wir die Veränderungen der
Vegetation. Hören wir den Vögeln zu, freuen uns daran, wie sie
ihren Nachwuchs versorgen. Nehmen wir uns einige Zweige mit nach
Hause. Das kenne ich noch aus meiner eigenen Kinderzeit.
Wenn wir dann frisch erholt
zurückkommen, werden uns die Rekordminuten beim Rennsteiglauf recht
armselig vorkommen. Wir haben uns selbst gefunden – und das ist das
Wichtigste,
Liebe Grüße und ein schönes sonniges
Wochenende
Euer Hans
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