Dienstag, 15. Juli 2014

Omeprazol - ein tückisches Medikament

Hallo miteinander,

nachdem ich schon mehrfach über Praxiserfahrungen mit dem Magensäureblocker Omeprazol geschrieben habe, erreichte mich auch heute wieder eine Zuschrift zu diesem Problem. Hier der gekürzte Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Fichtelmann,
 habe in Ihrem Forum über Ihre Ausführung zu dem  Omeprazol gelesen und war begeistert, denn wenn es stimmt was Sie schreiben, dann beschreibt es ziemlich genau den Ablauf und was das Teufelszeug alles anrichten kann. 
Da ich dieses Medikament seit 5 Jahren nehme und mittlerweile diverse körperliche Probleme habe, vor allem mit den Verdauungsorganen, würde ich gerne wissen, ob Sie schon einmal etwas von dem Reboundeffekt im Zusammenhang mit dem Omeprazol gehört haben?
Es ist nämlich so, dass ich es mehrmals versucht habe abzusetzen und heftiges Sodbrennen bekam, so heftig, dass es mir unmöglich ist das Medikament abzusetzen. Nun weiß ich nicht, wie ich dieses Medikament loswerden kann.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie einen hilfreichen Rat für mich hätten..."


Liebe Frau B.,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Sie sprechen darin ein interessantes Problem an, welches viele Menschen berührt. Deshalb schreibe ich auch so offen darüber.

Es mehren sich heutzutage Patienten, die vieles nachfragen, die verstehen wollen, was mit ihnen geschieht. Damit verbunden ist oft eine gewisse Antipathie gegen synthetisch hergestellte Pharmaka. Das ist auch kein Wunder, denn solche Medikamente greifen in Funktionsabläufe des Organismus ein. Sie hemmen, blocken, regen an, ersetzen etwas oder vergiften und zerstören. Bei reiner pharmazeutischer Behandlung ist es nicht der Organismus und die dem übergeordnete menschliche Seele, die sich mit den Krankheitsursachen und deren Überwindung auseinandersetzen, sondern es entwickelt sich so eine Art pharmazeutische Fernsteuerung des Lebens. Kurzzeitig mag das mitunter segensreich und akzeptabel sein. Langfristig sind damit viele Probleme verbunden.

Wer mit einer Dauermedikamentation zufrieden ist, wird sich oft ohne weiteres Zutun besser fühlen. Die Krankheit, die eigentlich eine Aufforderung zu Veränderung ist, wird in Schach gehalten. An den Krankheitsursachen wird nicht gerüttelt. Ist ja beispielsweise auch viel bequemer, eine oder mehrere Tabletten zu schlucken, als in seinem eigenen Leben etwas zu verändern.

Doch das Leben selbst ist ja Veränderung. Alles ist im Fluss. Wenn nun etwas blockiert wird, was sich eigentlich ausgleichen möchte, warum auch immer, ist das ein Eingriff in das angestrebte Fließgleichgewicht auf allen Ebenen unseres Seins. Die Heilung wird gebremst, die Krankheit konserviert...

Eine zeitlang mag das auch gut gehen. Doch oft beginnt sich eine „Spirale“ nach unten zu drehen in Richtung weiterer Krankheiten und Beschwerden. Sollten auch diese gesundheitlichen Störungen auf die gleich Art „bekämpft“ werden, ist leicht zu ahnen, was daraus wird. Man entfernt sich von Heilung und widmet sich der Krankheit.

Ersetzen wir nun Heilung mit dem Synonym des Lichtes und Krankheit mit dem Synonym der Finsternis, wird das Problem vielleicht noch deutlicher. „Wo Licht ist, muss Finsternis weichen...“ Dies ist zu meinem Leitspruch seit vielen Jahren geworden. Wir sollten uns mit dem Licht befassen, damit wir die eigene Heilung fördern können. Dann brauchen wir uns mit der Krankheit, auch mit der konservierten Krankheit, immer weniger zu beschäftigen. Sie verblasst immer mehr... zugunsten der Gesundheit.

Wie verhält sich das nun in ihrem konkrelen Fall, liebe Frau B.?

Der Wunsch, das Omeprazol abzusetzen, ist durchaus verständlich. Doch so einfach geht das nicht. Stellen wir uns eine Analogie dazu vor. Sie haben ein Bein gebrochen. Der Knochen möchte zusammenheilen, muss dazu aber ruhig gestellt werden. Niemand käme doch auf die Idee, die Schiene abzunehmen, ehe der Knochen geheilt ist. Andererseits wird auch jeder froh sein, die Schiene wieder los zu sein, wenn der Knochen geheilt ist. Der Heilprozeß des Knochens bestimmt also die Dauer der Anwendung der Schiene.

Nun brauchen Sie nur noch Knochen durch Magen und Schiene durch Omeprazol zu ersetzen. Dann wird sofort klar, daß das Medikament nicht sinnvoll abgesetzt werden kann, wenn die Magenschleimhaut nicht geheilt ist.

Unsere Aufmerksamkeit sollten wir also darauf richten, was die Magenschleimhaut daran hindert, sich selbst zu heilen. Wir sollten den Magen pflegen und alle Organe und Energiekreisläufe, die damit zusammenhängen.

Liebe Frau B. nun kenne ich Sie nicht  persönlich. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur einige Wechselbeziehungen aufzeigen, die zu Magenstörungen führen können. Denken wir dabei an verschiedene Mikroorganismen, zum Beispiel den berühmten Heliobacter pylori. Magenprobleme können aber auch herzbedingt, nierenbedingt, leberbedingt, medikamentenbedingt, nervenbedingt oder auch allergisch bedingt sein, um nur einige Wechselbeziehungen zu nennen.

Vielleicht kommt Ihnen etwas bekannt vor, dann können Sie dort ansetzen. Gehen Sie einfach davon aus, dass Ihr Magen heilbar ist. Machen Sie sich auf den Weg, Ursachen und Wege der Heilung zu suchen. Sicherlich finden Sie dann auch die passende therapeutische Unterstützung. Wir nennen das Weg der Heilung.

Solange sie auf einem solchen Wege wandeln, werden sie immer richtig sein, ungeachtet so manchen Umweges, den man dann auch in Kauf nehmen kann.

Der Schlüssel dazu, chemisch definierte Medikamente absetzen zu können, ist also die Suche nach Heilung und die Heilung selbst.

Dazu, liebe Frau B., wünsche ich Ihnen und allen Lesern dieser Zeilen viel Erfolg und alles erdenklich Gute.

Euer Hans




2 Kommentare:

  1. habe einen Kommentar geschrieben, wo ist er denn gelandet?

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  2. Liebe Maria,
    bisher ist ausser Deiner Suchanfrage kein Kommentar von Dir im System angekommen. Würde Dich bitten, Deine Gedanken hier nochmals zu posten. Dann wird es sicherlich funktionieren. Durch mich wird nichts gelöscht, höchstens kommentiert...
    Liebe Grüße
    Hans

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