Soll ich darüber schreiben, dass alle Medien fast nur noch über Russland, die Krim und die Ukraine berichten – und zwar aus einem sehr interessenbezogenen Blickwinkel heraus?
Soll ich schreiben, dass in Deutschland nahezu stillschweigend amerikanische Atombomben modernisiert werden, auch mit Geld des deutschen Steuerzahlers? Soll ich darüber schreiben, welche panische Angst man in Deutschland hat vor Symbolen aus der ehemaligen DDR? Dass FDJ-Hemden nicht öffentlich gezeigt werden dürfen, jedoch NVA-Gulaschkanonen und neuerdings auch „NVA-Feldsuppe“ in Dosen erlaubt sind?
Soll ich über das Chaos schreiben, welches nach der brutalen „Unterstützung“ jener sogenannten Koalition der Willigen im Irak und in Libyen hinterlassen wurde? Oder von der katastrophalen Situation, wie sie sich in Syrien entwickelt? Doch darüber schreibt ja derzeit sowieso kaum jemand, weil der Blick vor allem nach Russland gerichtet ist...
Die große Welt ist also in Aufruhr. Und wie sieht es mit der kleinen Welt aus, mit der Welt in uns selbst?
Wer sich bereits einmal mit den hermetischen Gesetzen beschäftigt hat, wird leicht einen Zusammenhang erkennen. „Wie oben, so unten, wie unten, so oben.“ Das bedeutet, dass es immer eine Verbindung zwischen den Gesetzen und Erscheinungen auf den verschiedenen Ebenen von Sein und Leben gibt. Mit Hilfe dieses Gesetzes der Entsprechung kann man vom Bekannten auf das Unbekannte schliessen.
Das mag zwar zunächst etwas theoretisch klingen. Doch wenn wir beispielsweise die um sich greifende Gier in der kleinen Welt vieler Menschen betrachten, die durch Werbung und andere Manipulation kräftig angefacht wird, ist es dann ein Wunder, wenn Gier auch in größeren Dimensionen, beispielsweise zwischen Konzernen, Oranisationen, ja sogar zwischen Staaten auftritt?
Wer will denn die große Welt verstehen, wenn er seine eigene kleine Welt nicht richtig versteht?
Wenn man also die große Welt verändern möchte, muss man in der kleinen Welt, muss man in sich selbst damit beginnen. Man sollte sich aufmachen, den Weg zu sich selbst zu finden, sich selbst zu erkennen und sich selbst zu vertrauen.
Neulich habe ich zu einer Patientin gesagt, die noch weitere Zweit- und Drittmeinungen zu ihrem Gesundheitszustand einholen wollte: „Glaube vor allem Dir selbst...dann wirst Du spüren, was zu tun ist!“
Das ist eigentlich das Wichtigste. Nicht mehr anderen Meinungen und Dogmen hinterherhetzen, sondern seine eigene Wahrheit empfinden. Zugegeben, das mag nicht einfach sein. Das ist ein Weg. Doch einen solchen Weg lohnt es sich zu gehen. Und man wird Begleiter und Unterstützer finden, die mit einem gehen, die einfach aus dem Nichts auftauchen. Vielleicht habt Ihr ja auch schon solche Erfahrungen machen können.
Ich wünsche uns gemeinsam, dass wir solch einen Weg zu gehen bereit sind und Schritt für Schritt dabei vorankommen. Dann werden wir auch immer weniger auf die großen Medien angewiesen sein, weil wir dann sowieso schon wissen, was geschieht und was richtig ist... nach dem Gesetz der Entsprechung.
Soviel für heute in aller Kürze
Euer Hans
Da gebe ich Dir völlig Recht, lieber Hans. Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst anfangen. Es hat nur den Anschein, dass wir dem Chaos, den Kriegen und dem Unrecht in der Welt machtlos gegenüberstehen. Sich zurück zu lehnen und zu meinen, man sei dagegen machtlos und hilflos, bringt uns nicht weiter.
AntwortenLöschenEs müsste einfach jeder bei und in sich selbst anfangen, Ordnung zu schaffen, statt die Anderen für das Chaos in der Welt verantwortlich machen zu wollen. Wir können gleich jetzt damit beginnen, sämtliche Missverständnisse und Streitigkeiten aus dem Weg zu räumen, die zwischen uns und unseren Mitmenschen stehen. Wir können uns in Vergebung üben. Wir können lernen, toleranter, liebevoller, achtsamer und verständnisvoller zu sein und immer beide Seiten zu betrachten. Wir können uns fragen, was es mit uns zu tun hat, wenn uns jemand verbal angreift. Es ist so leicht, dem Anderen die Schuld zu geben, ihn zu kritisieren und abzuwerten, statt zu schauen, wie es in uns selbst aussieht. Jeder Mensch kann ein Lehrer für uns sein, weil er in der Lage ist, unser Innerstes zu spiegeln. Welchen Aspekt von mir selbst möchte mir der Andere mit seinem Verhalten verdeutlichen? Es braucht die Bereitschaft, hinzuschauen und versuchen zu verstehen, was der Andere uns sagen will.
Das ist ganz sicher nicht leicht, aber überaus lohnenswert und lehrreich. Wer sich mit den Hermetischen Gesetzen befasst und versucht, nach ihnen zu leben, wird verstehen, wie die Dinge funktionieren, wird einen viel größeren Blickwinkel bekommen und leichter und achtsamer voranschreiten auf seinem Weg.
Je weiter wir auf unserem Weg der Bewusstwerdung vorankommen, umso weniger sind wir von der Einschätzung der Anderen abhängig und umso weniger können Andere uns beeinflussen oder manipulieren. Es braucht Zeit und viel Übung, um sich selbst und seiner eigenen Wahrnehmung immer mehr vertrauen zu können. Möge uns allen dies immer besser gelingen, um freier zu werden.
Alles Liebe,
Yvonne